Reiseberichte 2008 Kroatien Zadar und Paklenica-Nationalpark Insel Dugi Otok und Kornaten-NP Trogir und Krka-Nationalpark  
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Eine Reise entlang der kroatischen Adriaküste

1. Teil: Zadar und der Paklenica-Nationalpark

Von einer Anreise an einem Sonnabend ist in der Hochsaison dringend abzuraten. Durch die nur zweispurig fertiggestellten Tunnel der kroatischen Autobahn kam es zur mehrstündigen Verzögerungen, so dass wir erst nach 18 h in Petrčane bei Zadar ankamen. Bei einem Strandbummel stießen wir auf eine bizarre Küstenlandschaft mit einer Kalksteinriffen. Der steinige Strand mit dem glasklaren Wasser (bis zu 50m Sichttiefe) lädt zum schnorcheln und tauchen. In Zadar flanieren wir durch engen Gassen mit kleinen Läden, besichtigen die historischen Wehranlagen und Kirchen.

Pinie an der Küste von Petrcane

Eine bizarr verformte Pinie an der Küste von Petrčane

Snake, die allabendlich für eine große Geräuschkulisse sorgen

Bei der Ankunft war uns aufgefallen, dass allabendlich ein lautes Zirpen von Grillen einsetzte. Es gelang uns eine Makroaufnahme dieser Tiere, welch erstaunlich laut zirpen. Von abendlicher Ruhe konnte keine Rede sein, es ist wie in den Tropen.

Kalksteinküste bei Petrcane

Einsam zieht sich die Kalksteinküste von Petrčane  ostwärts in Richtung Zadar. Wer ein abgelegenes Plätzchen sucht, ist hier richtig.

 

Stadttor von Zadar

 Nachmittags fuhren wir nach Zadar und bummelten durch die Altstadt. Sie war voller Touristen und mit unzähligen Läden und Ständen übersät. Von den Römern angelegt, bezaubert Zadar vor allem durch seine engen Gassen und die Architektur seiner alten Steinhäuser. Vom Turm der Kirche St. Diklo aus konnte man die vorgelagerte Inselwelt einerseits und die bis zu 1000m hohen Berge des Velebits andererseits beobachten. Während der Zeit der Österreich-ungarischen Herrschaft entstanden zahlreiche prunkvolle Gebäude im neotoskanischen Stil. Ein Stadtbummel durch die historische Altstadt von Zadar ist eine Berührung mit der 1000-jährigen Geschichte der Stadt und ihren ebenso alten Gebäuden.

Kirche in Zadar

Die historische Kirche St. Diklo von Zadar. 

Kirche in Zadar

Kirche in Zadar 

Yacht im Hafen von Zadar

Immer wieder sieht man üppige Yachten im Hafen von Zadar.

Küste an der Insel Ugljan

Küste an der Insel Ošljak.

Blick zur Klosterinsel

Blick zur Klosterinsel von Preko aus, wo ein kleines Strandkaffee zum Cappuccino und Eis einlud. Daneben galt es, über eine Meerenge von 80m zu einer kleinen Insel mit einem alten Franziskanerkloster zu schwimmen

Im Paklenica-Nationalpark

Der Paklenica-Nationalpark stand schon vor Beginn der Reise auf dem Reiseplan und war ein Höhepunkt der 1. Urlaubswoche. Wir liefen durch die berühmte Schlucht, in der schon Winnetou und Old Schatterhand zum Tal der Toten ritten und die berüchtigte Geierbande verfolgten. Der Parkeingang war schon weit vorn und es musste erst einmal ordentlich gezahlt werden, insgesamt 160 Kuna=22 Euro. Man konnte noch zwei Kilometer fahren und wurde in eine Parkbucht entlang der einspurigen Zufahrtsstraße eingewiesen. Auf dieser ging es noch 1 Kilometer weiter bis der Asphalt aufhörte und der schmale Pfad die Schlucht weiter aufwärts führte. Bald hatten wir die Stelle erreicht, wo die berühmte Szene gedreht wurde. Ein Souvenirladen war in den Felsen gesprengt worden und verkaufte natürlich auch Eis am Stiel und Getränke. Das eigentliche Nationalpark-Center ist im Bau und wird in Tunneln in der Felswand errichtet. Es gab also keine weiteren Einrichtungen außer zwei Toilettenhäuschen.

Schlüssel-Drehort zum Karl-Mai-Film "Schatz im Silbersee"

Schlüssel-Drehort zum Karl-Mai-Film "Schatz im Silbersee"

 

Winnetou-Lager bei Zadar

Wir wollten noch eine Tour auf der Zrmania erkunden (Winnetous-Kanu-Tour) und fuhren deshalb nach Obravac im Tal des Flüsschens Zrmania. Die Tour sollte 3 h dauern und für 4 Leute 110 Euro kosten, das war uns etwas zu viel. Ein zweiter Anbieter ließ sich aber nicht finden. Ein Hinweis auf das erste Winnetoudorf mit Bogenschießen, Ponyreiten, Marterpfahl und Lagerfeuer mit Kriegstanz folgten wir und waren beim Anblick des Tipidorfes mitten in der Pampa enttäuscht. Kein Fluss in der Nähe, ein Dieselaggregat dröhnt und es war staubig. Im Hintergrund eine Hochspannungsleitung, da kommt keine Wild-West-Romantik auf.

Weiter zu einer Rundreise auf die Insel Dug Otok und zum Nationalpark der Kornaten

JGL 24.01.2011