Reiseberichte 2008 Kroatien Zadar und Paklenica-Nationalpark Insel Dugi Otok und Kornaten-NP Trogir und Krka-Nationalpark  
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Eine Reise entlang der kroatischen Adriaküste

2.Teil: Dugi Otok und der Kornaten-Nationalpark

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir nach Zadar um mit der Autofähre zur Insel Dugi Otok überzusetzen. Wir waren eine halbe Stunde vor der Abfahrt da, ca. 12 Autos vor uns war die Fähre voll. Offenbar wollten heute viele die Insel besuchen. Einige waren schon 1 Stunde vor Abfahrt dagewesen und fuhren verzweifelt aus der Schlange. Wir warteten und vertrieben uns die Zeit mit Baden an den Seeorgeln. Mit der nächsten Fähre 12 Uhr kamen wir mit. Es passten ca. 100 PKW auf die Fähre. Sie fuhren am Bug ein und am Heck wieder heraus. Schon die Hafenausfahrt mit dem großen Schiff war ein Erlebnis. Wir überquerten die Straße von Zadar und passierten die Inseln Ugljan und Sestrunj bevor wir Brbinj, einem kleinen verschlafenen Dorf ankamen.
Die langgestreckte Insel wartet mit traumhaften Buchten, weit aufragenden kahlen Bergen und malerischen kleinen Fischerdörfern auf, welche aber über eine umfangreiche touristische Infrastruktur mit vielen kleinen Hotel und Restaurants aufwarten. Hier ein Blick entlang der auf der NO-Seite der Insel entlangführende Küstenstraße.

Küstenlandschaft an der Nordseite der Insel Dugi Otok

Küstenlandschaft an der Nordostseite der Insel Dugi Otok

Die langgestreckte Insel hat etwas oberhalb am Nordrand seines Gebirgszuges eine durchgehende Straße, von der Stichstraßen zu den Orten am Meer abgehen. Wir fuhren zunächst in östliche Richtung und genossen die Ausblicke von der auf den Höhen verlaufenden Straße. Im Norden sahen wir die kleinen Inseln Rava, Iz Veli vor der großen Insel Ugljan und den hohen Bergen des Festlandes. Im weiteren Verlauf führt die Straße am höchsten Berg der Insel, dem Vela Straza, 338m vorbei, er ist wegen militärischer Einrichtungen leider nicht zugänglich. Wir fuhren nach Žman, einem kleinen Fischerdorf an der Nordküste. Eine schattige Badestelle am Hafen lud uns zum Baden und zur Mittagsruhe ein. Im glasklaren Wasser fanden wir viele Muscheln und einen Seestern. Erst gegen Abend fuhren wir weiter und erkundeten einen Teil des Nationalparks Kornaten. Wir fuhren zum Ausgangspunkt der Wanderung zum Salzsee Mir. Dabei verläuft die Straße an einer weit in die Insel hineinreichenden Bucht entlang, an der unzählige Boote und Yachten ankerten. Der See liegt auf einer Landzunge der Insel und ist nur durch einen 40 Minütigen Fußmarsch zu erreichen. Diese Tour war uns bei immer noch 30 Grad im Schatten zu viel, wir fuhren weiter zum Gipfel des Grbascak, 146m. Dort gibt es ein kleines Museum über die Naturschätze der Kornaten und einen Aussichtspunkt, von dem der Blick weit über die Insel und das Meer reicht. Man kann einen Teil der Inselwelt der Kornaten überblicken. Wir fuhren weiter nach Sali, dem größten Ort auf der Insel. Im Hafen liegen viele große und kleine Yachten, eine wahre Augenweide. Wir bummeln durch den Ort mit seinen kleinen Kneipen und sehen dem Leben im Hafen zu. Schließlich finden wir eine gemütliche Gaststätte direkt am Hafen und genießen die leckeren Nudeln. Die Idee, im Auto zu übernachten halte ich nicht für zeitgemäß und beschließe, ein preiswertes Hotel zu suchen. Das Hotel Sali liegt im Pinienwald über eine kleine Bucht, kostet aber 80 Euro für uns Vier. Wir fahren in den Nachbarort Zaglav und finden dort das kleine Hotel „Roko“ am Ende einer Bucht und können für 40 Euro im Doppelzimmer übernachten.

Ein Skipperparadies an der der Insel Dugi Otok 

Ein Skipperparadies an der der Insel Dugi Otok 

Große Bucht im Süden der Insel Dugi Otok 

Große Bucht im Süden der Insel Dugi Otok

Blick zum Nationalpark

Blick zum Nationalpark Kornaten

Aussichtpunkt

Vom Aussichtspunkt Grbascak (146m) auf den Nationalpark Kornaten und die tiefblaue Adria

An der Südseite von Dugi Otok

An der Südseite von Dugi Otok für eine Schotterpiste zur Spiljahöhle

Wir wollen die Insel erkunden und suchen den Zugang zur Spiljahöhle. Vom Parkplatz sind 2,8 km auf einer Schotterpiste ausgeschildert. Die Fahrt mit dem Wagen erscheint mir auf dem steilen Weg zu riskant. Der Weg führt an der Nordseite der Bergkette entlang und mehrmals hinauf und hinab. Nach einer dreiviertel Stunde erreichen wir die Höhle, sie ist mit einem Edelstahlgitter gesichert. Man kann es aber leicht übersteigen, denn es hat horizontale Streben im richtigen Abstand. In der Tourismusinfo in Sali wusste man nicht genau, wann eine Führung durch die Höhle stattfindet, sonnabends aber nicht. So stieg ich über das Gitter und erkundete die Tropfsteinhöhle. Ein Weg führte in vielen Stufen herunter, es wurde angenehm kühl. Wir fotografieren und gehen zum Auto zurück. Die Fahrt ging weiter über die heiße Insel nach Sharun, wo wir uns an den schattenlosen Sandstrand legten und das Baden im klaren Wasser genießen.

Bucht von Sharun 

Bucht von Sharun, hier ankert man mit seiner Yacht und genießt Sonne und Meer

Seestern 

Seesterne sind weit verbreitet und können leicht beim Schnorcheln beobachtet werden

Küstenweg

Auf dem Uferweg bei Brbinj auf Dugi Otok kann man exotische Gewächse bewundern.

 

Boganvilla

Die Boganvilla ist weit verbreitet

Adria zwischen Zadar und Trogir

Auf der Überfahrt von Dugi Otok nach Zadar 

Seestern 

Im seichten Wasser findet man auch einige Seesterne

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JGL 24.01.2011