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Dubai

Eine Stadt mit den größten Baustellen der Welt, einer ungeheuren Auswahl an Luxushotels und internationalen Restaurants

Der erste Eindruck auf der Fahrt von Abu Dhabi nach Dubai ist überwältigend: Baustellen, bei denen man nicht einen sondern gleich 10 Wolkenkratzer auf einmal baut. Man fährt auf einer 12spurigen Autobahn, die von gewaltigen Bank- und Bürogebäuden gesäumt ist. Der Verkehr fließt auf allen Spuren, ein Fußgänger muss ein Taxi nehmen, um die Straßenseite zu wechseln.

Die Autobahn von Abu Dhabi nach Dubai

Die Autobahnen in den Emiraten Dubai und Abu Dhabi sind durchgehend beleuchtet und begrünt. Man stelle sich 150 km Autobahn vor, welche ständig gepflegt und bewässert werden muss. 50m weiter liegt die Wüste. Man hat den Eindruck, es soll eine Kulisse geschaffen werden, die ein blühendes grüne Land suggerieren soll, dabei bewegt man sich im Sommer in einem menschenfeindlichem Klima mit Temperaturen von bis zu 47 Grad.

vermehrtes Aufkommen von Wolkenkratzern

Die Emirate Towers, ein 6-Sterne Luxushotel

Wer sich die Stadt Dubai und das an der Küste davorliegende Jumeirah kennen lernen möchte, ist mit den Rundfahrten von Bigbustours gut beraten. Er muss allerdings des Englischen mächtig seinen. Es wird eine City- und eine Beachtour angeboten. Während die Citytour die üblichen Sehenswürdigkeiten zu beiden Seiten des Creeks beackert, kann man auf der Beachtour direkt aus dem Doppeldeckerbus auf die Baustellen der Marina und der Hotels sehen. Die Busse halten an mehreren Stationen kurz an, man kann aussteigen und sich einen Ort näher ansehen. Die Busse verkehren alle 30 min, man fährt dann einfach mit dem nächsten Bus weiter. Wenn man aufgrund der vielen eingelegten Stops die ganze Tour nicht an einem Tag schafft, gelten die Tickets auch noch am Nächsten bis 14 Uhr.

Wir haben uns zuerst man die einzige für "Nichtgläubige" zugängliche Moschee der Emirate angesehen, die Jumeirah-Moschee. Das Sheikh Mohammed Cetre for Cultural Understandig bietet die Führungen Do und So jeweils 10 Uhr für 10 Dirham an. Ein Araber führt das interessierte internationale Publikum redegewandt durch die Moschee. Es geht aber weniger um das Bauwerk an sich, als vielmehr um die Art und Weise der Ausübung des Glaubens, die Handlungen, die der fromme Moslem im Laufe des Tages vollführt und warum Frauen in einem Extraraum der Moschee beten.

Die Jumeirah-Moschee kann mit einer Führung besichtigt werden

Das Innere der Moschee kann sich mit europäischen Kirchen nicht messen, auch ist die bildliche  Darstellung von Menschen im Islam nicht erlaubt

Ein Highlight ist natürlich auch das milliardenteure 7-Sternehotel Burj al Arab. Es liegt auf einer künstlichen Insel, 300m im Golf und ist nur mit einer Reservierung für ein Restaurant zugänglich. 321m reicht das Bauwerk in die Höhe, es stellt eine stilisierte Form eines Dhausegels dar. Nachts leuchtet das Teflon in den verschiedensten Farben.

Öffentlicher Strand neben dem 7-Sternehotel Burj al Arab

Nächtliches Farbenspiel in der Hotellobby

Für den Kultur- und Geschichtsinteressierten ist das Dubaimuseum natürlich ein Muss. Der erste Eindruck ist wohl eher bescheiden; ein Segelschiff, eine Hütte aus Dattelpalmen, ein Stall. Doch liegt der Hauptteil des Museums unterirdisch. Neben den geschichtlichen Details erfährt man auch, was Fauna und Flora des Landes zu bieten haben, nicht allzu viel. Ein Video stellt auch die Projekte rund um Dubai vor, bei denen die Ölmilliarden in Erlebniswelten, künstliche Inseln und Forschungszentren investiert werden.

oberirdischer Teil des Dubaimuseums

Gefahrlose Begegnungen mit Wüstentieren

In der Innenstadt kann man auf engen Gassen dem Treiben der Händler zusehen. Hier gibt es Stände mit Gewürzen, Schuhen, Kleidung, Uhren, Schmuck und allerlei Schnickschnack.

allerlei Nüsse und Gewürze

In der Goldsouk gibt es über 200 kleine Geschäfte mit meist dem gleichen Sortiment und alle können davon leben.

Goldschmuck für die Frau des Scheichs

 

Auch ein paar Ringe sind noch da

Die Fahrt über den Dubai-Creek erfolgt auch heute noch mit einfachen offenen Booten, die ohne Sicherheitsvorkehrungen unterwegs sind. Die Bootsführer erweisen sich aber als sehr geschickt beim Manövrieren der Kähne an den Anlegestellen.

Die Fahrt mit dieser Fähre kostet nur 1 Dirham (22 Cent)

Des Nachts sind die Boot mit lichtern geschmückt und bieten zusammen mit der Skyline eine eindrucksvollens Bild.

Nächtliche Fahrt auf dem Dubai-Creek

Die Skyline von Dubai

Dubai kann mit einigen Superlativen aufwarten: Die größte Shoppingmall der Welt, die Dubai Mall mit 500.000 qm Verkaufsfläche. Ein Bummel durch alle Läden ist mit längeren Wegstrecken verbunden. Im Anschluss bietet sich eine Abfahrt in der größten Skihalle der Welt an: 400m lang und 62m Höhenunterschied. 6000t Schnee müssen täglich gepflegt werden.

In einer Shoppingmall

Die Dubai Marina Metropolis, ein futuristische Stadtteil für 40.000 Bewohner mit Hotels, Apartments in 200 Towers, Villen und Yachthafen entsteht

Der Burj Dubai soll mit bis 800m hoch werden. Die endgültige Höhe wird noch geheimgehalten

 

 

Die Bank of Dubai gibt ein phantastisches Bild bei Sonnenuntergang

Blick über den Dubai-Creek

Emirati in typischer Kleidung

Die Kuh des Volkskundemuseums (Heritage Village) wird zum Melken geführt

Der Handelshafen Dubais. Hier werden noch etliche kleine Dhauboote belanden

Auch für russische Emiranten ist gesorgt

Gleich neben Dubai liegt Sharjah, ein Emirat mit strengstem Alkoholverbot.

 

 

JGL 08.11.2006