Reiseberichte 2006 Emirate Abu Dhabi Dubai Sharjah
Dibba Khor Fakkan Fujairah Al Ain Jebbel Hafeet
Entdeckungen Karte Links Impressum Gästebuch

Von Dibba nach Khor Fakkan

Zwischen Gebirge und Meer ein kleines Paradies an der Ostküste

Gerade mal 15 km südlich von Dibba fährt man auf einem Kreisverkehr von der Hauptstraße zum Le Meridien Al Aqah Beach Resort Hotel als eine Abfahrt direkt zum Strand führt. Der festgefahrene Sand lässt auch die Fahrt mit dem Kleinwagen zu. Etwa 2 km vom Felsen bis zum Hotel breitet sich ein 500m breiter Sandstrand aus. Leider ist im Bewusstsein vieler Emirats nach nicht angekommen, dass nachher auch noch Besucher kommen, es bleibt jeglicher Müll liegen, von der Wasserflasche bis zum halben Fisch, der nicht mehr auf den Grill passte und jetzt in der Sonne verwest. Offenbar gibt es einen staatlichen Reinigungsservice, der hier täglich Ordnung schafft, denn es gibt immer noch etliche saubere Ecken.

Ein Sandstrand 15 km südlich von Dibba

Die touristische Infrastruktur ist kaum entwickelt, an der ganzen Ostküste traf ich auf 3 Firstclasshotels und eines der Mittelklasse. Die Einheimischen kommen am Wochenende zum Campen an den Strand und fahren mit ihren Jeeps bis an das Ufer. Sie bauen ihre Zelte auf, grillen, die Kinder spielen am Meer. Spät in der Nacht noch kann man die Gesänge der versammelten Stammesmitglieder am Lagerfeuer hören, das Meer rauscht dazu. Als durchreisender Tourist steht man vor der Wahl, das Fünfsternehotel Oceanic oder Sandy Beach Hotel (140 Euro pro Nacht) aufzusuchen, oder selbst sein Zelt am Ufer aufzuschlagen. Alternativen gibt es nicht. Das Meer ist selbst im Oktober noch 31 Grad warm, die Luft kühlt nachts auf erträgliche 25 Grad ab um am nächsten tag wieder auf 38 Grad zu klettern. Das ist nur noch im Schatten ohne körperliche Anstrengung oder im klimatisierten Auto auszuhalten.

Abends baut man die Zelte am Strand auf

Der Strand beim Hotel Le Meridien Al Aqah Beach Resort zwischen Dibba und Khor Fakkan

Der Strand von Khor Fakkan mit dem Oceanic-Hotel im Hintergrund

Am Vormittag ist der Strand wie leergefegt, im zweifachen Sinne (von Menschen und vom Müll des Vorabends)

Das Oceanic-Hotel bietet nachts eine tolle Kulisse

Am Hafen von Khor Fakkan

Stolz zeigt man seinen Besitz; Villensiedlung nördlich von Khor Fakkan

Moschee in Khor Fakkan

10 km vor Khor Fakkan in Badiyah trifft man direkt am Straßenrand auf die älteste Moschee der Emirate. Von zwei Wachtürme, Reste eines portugiesischen Forts überragt, erblickt man einen unscheinbaren Lehmbau, der die Zeit durch aufwendige Restaurierung überdauert hat.

Ältestes Sakralgebäude der Emirate: die Badiyahmoschee

Vom Inneren dieses Bauwerks sollte man nicht zu viel erwarten, die Ausschmückung von Moscheen ist im Allgemeinen spartanisch.

Einfache Einrichtung in der ältesten Moschee der Emirate

Kaktus auf dem Gelände der Moschee

Bei der weiteren Fahrt lohnt sich ein Abstecher zum einzigen (natürlichen) Wasserfall der Emirate: dem Fall von Wurayah. Etwa 5 km vor Khor Fakkan zweigt eine Straße ab, welche zunächst 5 km schnurgerade in das ebene Hinterland führt und dann in das Hajargebirge schwenkt. Mehrfach werden trockene Wadis durchquert. auch hier sind beidseitig Säulen aufgestellt, die im Falle einer Wasserführung die Gefährlichkeit einer Durchwuerung mit einer Farbmarkierung anzeigen: ab 20 cm beginnt ein roter Bereich.

Nach insgesamt 13 km erreicht man einen großen Parkplatz. Von Hier kann man in 10 min Weg den Wasserfall erreichen: Man geht zum Ende des Parkplatzes und trifft auf einen schmalen Pfad, der in kurze Serpentinen eine Hang hinuntersteigt. Dabei ist etwas Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Nach weiteren 400m ist die Mündung des Wasserfalles erreicht. Er bildet ein großes natürliches Becken, welches gern zum Baden genutzt wird. Das glasklare Wasser hat eine Temperatur von über 25 Grad und erfrischt in der glühenden Hitze. Da dieser Ort gern als abendlicher Picknickplatz genutzt wird, trifft man auch hier auf zahlreiche Hinterlassenschaften emiratischer Zeitgenossen: Müll aller Art, abgelegte Kleidung, leere Dosen und Flaschen, Fleisch- und Fischreste, die in der heißen Sonne verwesen. Dieser Umstand beeinträchtigt die Erhabenheit dieses Ortes maßgeblich. Es bleibt zu hoffen, dass hier ein Umdenken einsetzt.

Der Wasserfall von Wurayah im Hajargebirge: Blick vom Parkplatz

Vom oberen Becken stürzen die "Wassermassen" nach unten

Das Becken unterhalb des Wasserfalls, zeitgenössische Graffiti schmücken das Becken

Deutsche Informationen zum Oceanic Hotel, und zum Meridien Al Aqah Beach Resort Hotel.Hotelbewertung des Sandy Beach Hotel von Holidaycheck.de

 

Ganz im Süden an der Ostküste liegt Fujairah.

 

 

JGL 10.11.2006