Reiseberichte 2008 Wallis Almageller Hütte Weissmies Europaweg
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Wallis 2008

Besteigung des Weismies, 4017m, Begehung des Europaweges Grächen - Zermatt

Lange geplant und optimal vorbereitet haben wir die Tourenwoche. Geplant war ursprünglich auch die Besteigung des Domes, 4545m, des höchsten Berges, der ganz innerhalb der Schweiz liegt. Leider mußten wir aufgrund von konditionellen Problemen und verletzungsbedingt auf die Begehung des Europaweges ausweichen. Die Ausblicke und der alpine Anspruch des Weges sind bis auf die Gletscherbegehung mit denen des Domes vergleichbar.

Der Reisebericht gliedert sich in vier Teile:

1. Weissmies - Anstieg über den alten Normalweg, Zustieg zur Almageller Hütter (2896m)
2. Überschreitung des Weissmies über den Südgrat und den Normalweg zur Weissmieshütte
3. Begehung des Europaweges zwischen Grächen und Zermatt

4. Europaweg von der Europahütte bis nach Zermatt

1. Teil

Wir reisten an einem Sonntag Anfang Juli an und übernachteten im Cafe Central am Dorfplatz in Saas Almagell.

Die Dorfkirche von Saas Almagell

Der Aufstieg am nächsten Tag erfolgte über einen Teil des Erlebnisweges Furggstalden - Saas Almagell, dabei stiegen wir alpin an einer steil abfallenden Felswand auf und querten ein Stahlbogenbrücke.

Die Brücke des Erlebnisweges Furrgstalden - Saas Almagell

Die Almageller Alp lud uns zum Essen ein und wir genossen die urige Gemütlichkeit der warmen Hütte, denn es regnete beim Aufstieg immer wieder einmal und der Nebel verhüllte die uns umgebende Szenerie.

Einsames Kreuz am Weg zur Almageller Alp

Beim Weitergehen zog es auf und wir konnten die flache Kuppe des Gipfelaufbaues der Weissmies erkennen. Bald kam die kürzlich rekonstruierte Almageller Hütte (2896m) in Sicht und gegen 15 Uhr trafen wir ein.

Blumen im Hochgebirge

Der Gipfel des Weissmies ist schon zu sehen

Angekommen auf der Almageller Hütte

sonnige Terrasse an der 1894 erbauten Hütte

Die Hütte mit langer Tradition

Steinböcke besuchen die Hütte...

mit dem grandiosem Ausblick auf die 4000er des Oberwallis

Die modern und gemütlich eingerichtete Hütte bot gutes Essen, eine umfangreiche Bibliothek und komfortable Lager, die den Vergleich mit Zimmern nicht zu scheuen brauchen. Abends besuchen Steinböcke die Hütte, wahrscheinlich werden sie von den Küchenabfällen angelockt. Auch das Umfeld der Hütte ist aufwendig gestaltet: ein kleiner See wurde angelegt, Plattenwege führen zur großen Terrasse, die mit großen Natursteinplatten befestigt ist. Die Höhenlage der Hütte läßt die abendlichen Temperaturen allerdings so stark fallen, dass man das Abendessen lieber in der Hütte einnimmt. Die abendlichen Gesprächsrunden drehen sich natürlich um die Große Aufgabe des nächsten Tages, den Anstieg zur Weissmies über den Zwischenbergpass. Ein in der Bibliothek ausliegender DAV-Führer beschreibt die Tour detailiert: Es erwartet uns eine Kletterei: "kurze Stellen II, sonst I bis zum Vorgipfel, zum Hauptgipfel kurzer, aber scharfer Schneegrat." Wir sind gespannt.

Weiter zum 2 Teil:
Überschreitung des Weissmies über den Südgrat und den Normalweg zur Weissmieshütte

JGL 12.10.2008