Reiseberichte 2008 Wallis Almageller Hütte Weissmies Europaweg
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Wallis 2008

Besteigung des Weismies, 4017m, Begehung des Europaweges Grächen - Zermatt

1. Weissmies - Anstieg über den alten Normalweg, Zustieg zur Almageller Hütter (2896m)
2. Überschreitung des Weissmies über den Südgrat und den Normalweg zur Weissmieshütte
3. Begehung des Europaweges zwischen Grächen und Zermatt bis zur Europahütte
4. Europaweg von der Europahütte bis nach Zermatt

3. Teil

Am nächsten Tag stiegen wir nach Saas Grund ab und setzten nach Grächen um. Der idyllisch gelegene Ort präsentierte sich von seiner besten Seite verwöhnte uns mit Fernsichten in alle Richtungen. Vom Dorfplatz nach Norden blickt man zum Bietschhorn (3934m), dem König des Wallis und rechts davon dem Nesthorn (3822m).

Blick zum Bietschhorn (3934m)

Vorbei an der Kirche erscheint das Weisshorn (4505m) in majästätischer Größe.

Ein Teil des Ortes ist verkehrsberuhigt, ähnlich wie in Zermatt. Man kann von der Dorfstraße den Blick
über das Mattertal mit Bruneghorn und Weisshorn genießen.

Üppige Blütenpracht steht am Wegesrand

Gleich ist das Grathorn erreicht

Der Europaweg verläuft durch Grächen auf einem breiten Absatz oberhalb des Mattertales in Richtung Süden. Nach ca. 40 min erreicht man ein Seitental, welches einen Gletscherbach aus dem Bordiermasiv herabführt. Es wird gequert und der Weg führt 500 Höhenmeter steil nach oben auf das Grathorn. Hier laden große Felsblöcke zur Rast ein. Der Weg führt langsam ansteigend am Abhang des Massives entlang. Die Gesteine sind sehr brüchig, an großen Felswänden, welche passiert werden müssen, sind Spuren von großen Felsstürzen zu sehen. Vielfach ist der Weg vollkommen verschüttet und wurde verlegt. Immer wieder trifft man am heikle, ausgesetzte Passagen, wird aber auch mit grandiosen Blicken über die Viertausender des Mattertales belohnt.

Skulptur des heiligen Nikolaus auf dem Grathorn

Ausgesetzte Passage des Europaweges

Durch Steinschlag zerstörten Brücken müssen aufwendig ersetzt werden

Das Mattertal in Richtung Süden (Zermatt) mit dem Breithorn und dem Matterhorn (rechts)

Steinböcke beobachten uns

Die Abendsonne leuchtet über dem Bordiergletscher

Drei Bergsteiger bei der Betrachtung der Gipfel

Wir queren viele kleine und größere Gebirgsbäche, zum Teil geht es über lange Hängebrücken mit atemberaubenden Tiefblicken. Nach 5h folgt ein flacheres Stück, man läuft über längere Zeit nahezu horizontal über große, tonnenschwere Steinplatten, welche als Weg verbaut worden sind. Erst nachdem die Sonne nur noch die Berggipfel beleuchtet, sehen wir die Europahütte hinter einem kleinem Grat. Wir sind froh im Gastraum sowohl eine warme Mahlzeit als auch ein gemütliches Matrazenlager einnehmen zu können. Etwas ungewohnt war der für Frau und Mann gemeinsam zu nutzende Wasch- und Duschraum. Hier ist ein gesundes Selbstvertrauen dem anderen Geschlecht gegenüber angebracht. Ehemalige DDR-Bürger sind mit FKK-Stranderfahrungen hier eindeutig im Vorteil. Die Anstrengungen des Tages mit ca. 1500 Höhenmeter im Auf- und Abstieg und frische, gesunde Bergluft ließen uns gut schlafen.

19 Uhr ist das Tagesziel erreicht

Weiter zum 4. Teil:
 Europaweg von der Europahütte bis nach Zermatt

 

 

JGL 05.11.2008