Reiseberichte 2008 Wallis Almageller Hütte Weissmies Europaweg
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Wallis 2008

Besteigung des Weismies, 4017m, Begehung des Europaweges Grächen - Zermatt

1. Weissmies - Anstieg über den alten Normalweg, Zustieg zur Almageller Hütter (2896m)
2. Überschreitung des Weissmies über den Südgrat und den Normalweg zur Weissmieshütte
3. Begehung des Europaweges zwischen Grächen und Zermatt bis zur Europahütte
4. Europaweg von der Europahütte bis nach Zermatt

4. Teil

Wir schliefen im Gastraum auf Notlagern und am frühen Morgen konnte man durch die wandhohen Fenster einen Blick auf das Weisshorn genießen. Die Morgensonne färbt den Gletscher rötlich.

Morgensonne auf dem Weisshorn

Blick von der Europahütte in Richtung Zermatt

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es an die zweite Etappe des Europaweges. Eine stark von Erosion und Steinschlag betroffene Passage wurde weit unterhalb umgangen, die ehemals angebrachten Metallverbaue wurden innerhalb weniger Jahre zerstört. Der Weg ist aber auf eigene Gefahr benutzbar. Immer wieder werden kleine Schluchten gequert, zum Teil sind lange Tunnel in den Berg geschlagen und größere Brücken errichtet worden. Dazwischen liegen ausgesetzte Passagen, nicht immer durch ein Seil oder Geländer gesichert.

Eine kleine Schlucht wird gequert

Die Tunnel des Europaweges sind mehrere Hundert Meter lang

Zahlreiche Kunstbauten sind notwendig

Ausgesetzte Passagen sind die Regel

Edelweiss am Wegesrand

Typischer Abschnitt des Europaweges

Blick zum Bergsturz bei Randa (1991)

Mehr zum Bergsturz bei Wikipedia und bei Schueppbach. Fotoalbum hier.

Auf dem Europaweg von Grächen nach Zermatt hoch über dem Mattertal: Breithorn und Matterhorn

Ein klassischer Blick auf des Horn, der Polfilter sorgt für einen dunklen, kontrastreichen Himmel

Immer wieder können wir imposante Ausblicke nach Zermatt und zum Matterhorn genießen. Wir erreichen nach 4 Stunden das Seitental des Täschhorns mit der Täschalpe. Bei bestem Wetter genießen wir das frischgezapfte Bier und leckere Essen auf der Terrasse. Wir steigen das Tal weiter hinauf und verbringen die Nacht auf der Täschhütte. Sie wird gerade durch einen modernen Anbau erweitert, die Zimmer sind schon fertig. So können wir wie in der Almageller Hütte den Komfort moderner Hüttenarchitektur genießen und verbringen eine erhohlsame Nacht.

Auf der Terrasse der Täschalpe schmeckte es besonders gut, das Panorama war großartig

Kapelle oberhalb der Täschalpe

Das Täschtal wird von den Viertausendern der Monte Rosa Gruppe umkranzt

Die Täschhütte empfängt uns mit einem modernen Anbau und grandiosem Blick

Die Dofourspitze im abendlichen Rot

Blütenpracht am Europaweg

Murmeltier im Dialog

Kulturschok: Riesige Baustellen im Gebirge hier an der Sunnegga, der Umsatz aus dem Wintersport ermöglicht zahlreiche Liftanlagen

Ein idyllisch gelegener See oberhalb von Zermatt, im Hintergrund das Weisshorn

Einfall der Japaner mit Hut und weißem Handschuh

Leider gibt es den Traumblick nur auf der farbstichigen Postkarte

Am nächsten Tag setzten wir unsere Tour fort. Der Weg verläuft oberhalb von Zermatt. Wir wollten noch einen Abstecher zu den klassischen Spiegelsee des Matterhorns machen, allen voran der Stellisee soll hier genannt sein. Wir erreichen das Restaurant Sunnega und erleben einen wahren Kulturschock: Eine städtische U-Bahn mitten im Gebirge, hunderte von Japanern und Touristen in Stöckelschuhen oder mit weißen Handschuhe und großem Sonnenhut ausgestattet, bevölkern eine Landschaft, welche den Kreuzungs- und Umsteigepunkt von mehreren Liftanlagen bildet. Mitten darin das Restaurant Sunnegga als klassisches Ausflugrestaurant mit Großküche. Schnell gehen wir weiter und erleben bald die nächste Entäuschung: Neben einem idyllisch gelegenen Bergsee mit großen Granitfelsen verläuft eine 30m breite Baustraße mit schwerem LKW-Verkehr, der auf der unbefestigten Straße riesige Staubwolken hinter sich her zieht. Zwischen zwei LKW´s ist Ruhe... bis eine große Gruppe Japaner auftaucht und mit das Seeufer einnimmt. +Später erreichen wir Findeln, eine alte Siedlung aus klassischen Holzblockhäusern auf einer Alm oberhalb von Zermatt. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Wir finden eine grandios gelegenes Restaurant, das Chez Vroni, und wollen ein frisches Bier genießen, als ein Hubschrauber unmittelbar neben uns mit ohrenbetäubenden Lärm aufsteigt und seine Last nach oben bringt. Er schafft Baumaterial zu einer neuen Liftstation. Er kam aller 5 min wieder, wenigsten dazwischen war Ruhe.

Logenplatz mit Hornblick, leider nicht ganz frei

Dieses Bier schmeckt besonders gut

Stätte besonderer Eindrücke

Typische Häuser in Findeln bei Zermatt

Brücke der Gornergratahn

Wir steigen nach Zermatt ab und kommen an der imposanten Brücke der Gornergratbahn vorbei. In Zermatt erleben einen Mix aus alten Holzhäusern, modernen Appartmenthäusern, Hotels, Geschäften und Banken. Es gibt neben Engländern und Amerikanern einen großen Anteil asiatischer Besucher. Wir durcheilen die quirligen Straßen und streben zum Bahnhof. Hier nehmen wir den Zug und fahren das Mattertal mit der Schmalspurbahn hinab bis St. Nikolaus, von wo wir den Bus zurück nach Grächen erreichen.

Straßenbild in Zermatt

Klassisches Hotel in Zermatt

Die letzte Nacht verbringen wir im Hotel Sonne, einem Nachkriegsbau mit dem Charme der 60ger Jahre. Damit geht eine anstrengende Tourenwoche zu Ende. Sie wird uns in guter Erinnerung bleiben, vor allen in Zeiten, wenn uns derartige Touren nicht mehr möglich sein werden.

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JGL 08.11.2008